Der Verein Eric Bachmann hat folgende Ziele:
Vorstand
Präsident: Dominik Bachmann; Grafiker, kümmert sich um das Bildarchiv, verantwortlich für verschiedene Archivkooperationen. Neffe von Eric Bachmann.
Vizepräsident: Samuel Mumenthaler; Jurist, Autor und Musiker. War befreundet mit Eric Bachmann.
Vorstandsmitglied und Kassierin: Katharina Kofler; wissenschaftliche Mitarbeiterin und verantwortlich für das Pressebildarchiv des Landesmuseums Zürich. Zuvor war sie unter anderem bei der Fotostiftung Schweiz tätig.
Das fotografische Erbe von Eric Bachmann: Der Fotograf Eric Bachmann, der 2019 verstarb, hinterliess Hunderttausende von Fotografien, die die Geschichte der letzten 60 Jahre dokumentieren und den Menschen, die sie geprägt haben, nahekommen. Sein Neffe Dominik Bachmann leitet heute das Archiv des Fotografen und setzt sich intensiv mit dessen Erbe auseinander.
Ein Leben für die Reportage: Eric Bachmann war ein kontaktfreudiger und offener Mensch. So unkompliziert, wie er Besucher in seinem Altstadthaus in Kaiserstuhl empfing und ihnen sein Archiv zeigte, so direkt ging er auf diejenigen zu, die er im Lauf seiner fast sechzigjährigen Tätigkeit seit den 1950er-Jahren fotografierte. «Mich interessieren Menschen», sagte er. Und so gibt es kaum ein bekanntes Gesicht aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, das sich nicht in seinem Archiv findet. Bachmann war – stets als freier Fotograf – unterwegs für Zeitschriften und Zeitungen, die damals noch über das nötige Budget verfügten, um ihn auf Reportage zu schicken. Er war bei vielen Bundesräten, aber auch bei Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch zu Hause. Er wirkte während der «Goldenen Ära» als inoffizieller Hoffotograf des Schweizer Fernsehens und knipste vor und hinter den Kulissen der grossen TV-Shows von «Hits à Gogo» über «Teleboy» bis «Karussell». Hatte er seinen Auftrag, der ihn oft auch über die Landesgrenzen hinausführte, erfüllt, ging er auf eigene Faust auf Reportage und kehrte mit eindringlichen Bildern heim, die andere Blicke auf den Vietnamkrieg, die Apartheid oder die Globuskrawalle ermöglichten – aber auch auf die Natur, der sich der passionierte Fischer immer schon verbunden fühlte.
Vertrauter Umgang: Zahlreiche Bücher zeugen von Bachmanns Schaffen. Etwa der Bildband «The one-man water cannon test», die Fotoserie von 1969 dokumentiert den Selbsttest mit einem der ersten in der Schweiz angeschafften Wasserwerfer. Die Bildserie eröffnet eine bisher ungesehene Perspektive auf die aufgeheizte politische Atmosphäre der späten Sechzigerjahre in Zürich. Oder das intime «Casa Verdi» Buch, welches Bilder aus einer von Giuseppe Verdi finanzierten Altersresidenz für Opernsängerinnen und -sänger zeigt. Oder die Reportage vom einzigen Schweizer Besuch der Boxlegende Muhammad Ali, die 1971 im Zürcher Hallenstadion auf den deutschen Schwergewichtsmeister Jürgen Blin traf. Ali siegte durch K. o. in der siebten Runde. Eric Bachmann erkannte das einmalige Kommunikationstalent des Stars, chauffierte ihn in seinem Auto durch Zürich, begleitete ihn beim Joggen, assistierte beim Kleidereinkauf und liess sich gar selber von der Boxlegende fotografieren.
Dass er Vertrauen schaffen konnte, davon zeugen viele seiner Bilder, die ein schneller «Blitzlichtfotograf» so nie hätte schiessen können. Manchmal entwickelten sich aus der professionellen Beziehung des Fotografen zu seinem «Modell» auch Freundschaften. Die Schweizer TV-Ikone Heidi Abel etwa fragte Bachmann immer wieder auch in persönlichen Angelegenheiten um Rat und vertraute sich ihm an. Schon bald werden zahlreiche von Bachmanns persönlichen Bildern in einem Bildband zum 40. Todestag von Heidi Abel erscheinen, an welchem Dominik Bachmann und Mirjam Fischer derzeit arbeiten.
Die Zukunft des Archivs: Noch zu Lebzeiten begann Bachmann, sein Archiv zu ordnen, um seine Werke für künftige Generationen zugänglich zu machen. Seine Sammlung umfasst Hunderttausende Negative, Abzüge und Begleitmaterialien, thematisch oder alphabetisch geordnet in grossen Briefcouverts. Die Lagerbedingungen im Archivraum im Erdgeschoss seines Hauses wurden in den letzten Jahren verbessert, doch die langfristige Erhaltung des Archivs bleibt eine Herausforderung.
Bachmann selbst sprach oft davon, dass sich in seinem Fundus zahlreiche «verborgene Perlen» befinden, die entdeckt werden wollen. Sein Neffe Dominik Bachmann unterstützt aktiv Projekte und Recherchen im Archiv, doch die systematische Erfassung erfordert professionelle Hilfe. Das immense fotografische Werk von Eric Bachmann verdient eine sorgfältige Bewahrung und Aufarbeitung, damit es auch weiterhin die Geschichte der letzten Jahrzehnte erzählen kann.
Samuel Mumenthaler
Vizepräsident; Jurist, Autor und Musiker
Verein Eric Bachmann
Hauptgasse 77
5466 Kaiserstuhl
CH82 8080 8002 8607 2835 1
IID (BC-Nr.): 80808
SWIFT-BIC: RAIFCH22
Email mail(at)ericbachmann.ch
Der Verein Eric Bachmann hat folgende Ziele:
Vorstand
Präsident: Dominik Bachmann; Grafiker, kümmert sich um das Bildarchiv, verantwortlich für verschiedene Archivkooperationen. Neffe von Eric Bachmann.
Vizepräsident: Samuel Mumenthaler; Jurist, Autor und Musiker. War befreundet mit Eric Bachmann.
Vorstandsmitglied und Kassierin: Katharina Kofler; wissenschaftliche Mitarbeiterin und verantwortlich für das Pressebildarchiv des Landesmuseums Zürich. Zuvor war sie unter anderem bei der Fotostiftung Schweiz tätig.
Das fotografische Erbe von Eric Bachmann: Der Fotograf Eric Bachmann, der 2019 verstarb, hinterliess Hunderttausende von Fotografien, die die Geschichte der letzten 60 Jahre dokumentieren und den Menschen, die sie geprägt haben, nahekommen. Sein Neffe Dominik Bachmann leitet heute das Archiv des Fotografen und setzt sich intensiv mit dessen Erbe auseinander.
Ein Leben für die Reportage: Eric Bachmann war ein kontaktfreudiger und offener Mensch. So unkompliziert, wie er Besucher in seinem Altstadthaus in Kaiserstuhl empfing und ihnen sein Archiv zeigte, so direkt ging er auf diejenigen zu, die er im Lauf seiner fast sechzigjährigen Tätigkeit seit den 1950er-Jahren fotografierte. «Mich interessieren Menschen», sagte er. Und so gibt es kaum ein bekanntes Gesicht aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, das sich nicht in seinem Archiv findet. Bachmann war – stets als freier Fotograf – unterwegs für Zeitschriften und Zeitungen, die damals noch über das nötige Budget verfügten, um ihn auf Reportage zu schicken. Er war bei vielen Bundesräten, aber auch bei Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch zu Hause. Er wirkte während der «Goldenen Ära» als inoffizieller Hoffotograf des Schweizer Fernsehens und knipste vor und hinter den Kulissen der grossen TV-Shows von «Hits à Gogo» über «Teleboy» bis «Karussell». Hatte er seinen Auftrag, der ihn oft auch über die Landesgrenzen hinausführte, erfüllt, ging er auf eigene Faust auf Reportage und kehrte mit eindringlichen Bildern heim, die andere Blicke auf den Vietnamkrieg, die Apartheid oder die Globuskrawalle ermöglichten – aber auch auf die Natur, der sich der passionierte Fischer immer schon verbunden fühlte.
Vertrauter Umgang: Zahlreiche Bücher zeugen von Bachmanns Schaffen. Etwa der Bildband «The one-man water cannon test», die Fotoserie von 1969 dokumentiert den Selbsttest mit einem der ersten in der Schweiz angeschafften Wasserwerfer. Die Bildserie eröffnet eine bisher ungesehene Perspektive auf die aufgeheizte politische Atmosphäre der späten Sechzigerjahre in Zürich. Oder das intime «Casa Verdi» Buch, welches Bilder aus einer von Giuseppe Verdi finanzierten Altersresidenz für Opernsängerinnen und -sänger zeigt. Oder die Reportage vom einzigen Schweizer Besuch der Boxlegende Muhammad Ali, die 1971 im Zürcher Hallenstadion auf den deutschen Schwergewichtsmeister Jürgen Blin traf. Ali siegte durch K. o. in der siebten Runde. Eric Bachmann erkannte das einmalige Kommunikationstalent des Stars, chauffierte ihn in seinem Auto durch Zürich, begleitete ihn beim Joggen, assistierte beim Kleidereinkauf und liess sich gar selber von der Boxlegende fotografieren.
Dass er Vertrauen schaffen konnte, davon zeugen viele seiner Bilder, die ein schneller «Blitzlichtfotograf» so nie hätte schiessen können. Manchmal entwickelten sich aus der professionellen Beziehung des Fotografen zu seinem «Modell» auch Freundschaften. Die Schweizer TV-Ikone Heidi Abel etwa fragte Bachmann immer wieder auch in persönlichen Angelegenheiten um Rat und vertraute sich ihm an. Schon bald werden zahlreiche von Bachmanns persönlichen Bildern in einem Bildband zum 40. Todestag von Heidi Abel erscheinen, an welchem Dominik Bachmann und Mirjam Fischer derzeit arbeiten.
Die Zukunft des Archivs: Noch zu Lebzeiten begann Bachmann, sein Archiv zu ordnen, um seine Werke für künftige Generationen zugänglich zu machen. Seine Sammlung umfasst Hunderttausende Negative, Abzüge und Begleitmaterialien, thematisch oder alphabetisch geordnet in grossen Briefcouverts. Die Lagerbedingungen im Archivraum im Erdgeschoss seines Hauses wurden in den letzten Jahren verbessert, doch die langfristige Erhaltung des Archivs bleibt eine Herausforderung.
Bachmann selbst sprach oft davon, dass sich in seinem Fundus zahlreiche «verborgene Perlen» befinden, die entdeckt werden wollen. Sein Neffe Dominik Bachmann unterstützt aktiv Projekte und Recherchen im Archiv, doch die systematische Erfassung erfordert professionelle Hilfe. Das immense fotografische Werk von Eric Bachmann verdient eine sorgfältige Bewahrung und Aufarbeitung, damit es auch weiterhin die Geschichte der letzten Jahrzehnte erzählen kann.
Samuel Mumenthaler
Vizepräsident; Jurist, Autor und Musiker
Verein Eric Bachmann
Hauptgasse 77
5466 Kaiserstuhl
CH82 8080 8002 8607 2835 1
IID (BC-Nr.): 80808
SWIFT-BIC: RAIFCH22
Email mail(at)ericbachmann.ch